Auf Einladung des Arbeitskreises »Focus Quelle« berichtete unser Brackweder Bezirksvorsteher aus seinem abwechslungsreichen Leben. Im pommerschen Schneidemühl geboren, aufgewachsen in Berlin, absolvierte er nach der mittleren Reife zunächst eine Metzgerlehre mit Abschluss als Geselle. Dieser Beruf hat ihn sichtlich nicht sonderlich interessiert, denn als »auf Kammerich« Leute gesucht wurden, begann er dort zunächst als Hilfskraft.

1964 hatte er es bereits mit 29 Jahren zum Werkmeister in der Röhrenfertigung mit 100 Arbeitern gebracht. Ingesamt 39 Jahr e hat er den Kammerichwerken treue Dienste geleistet, er war sogar 1976 für ein Jahr in den Iran geschickt worden, um dort ein neues Röhrenwerk in Betrieb zu nehmen. Zuletzt war er Umweltschutzbeauftragter, als 56- Jähriger ging er 1990 in den Vorruhestand.

Bereits 1982 begann seine beispiellose politische Karriere. Er wir d Mitglied der CDU, 1984 Bezirksvertreter, 1987 Sprecher der CDU-Fraktion. 1989 wurde er zum ersten Mal Bezirksvorsteher – in geteilter Amtsperiode mit dem verstorbenen Helmut Elges (BfB). 1999 trat er das Amt des »Bürgermeisters von Brackwede « erneut an, das er mit Ausklang dieser Wahlperiode ab geben wir d – nach einem Vierteljahrhundert politischer Aktivität in der Bezirkvertretung Brackwede.

Siegfried Kienitz

 

Wer kennt ihn nicht, den scherzhafterweise »König von Brackwede« genannten Siegfried, der an allen Festen und öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, sie eröffnet und stets ein offenes Ohr für die Bürger »seines« Stadtbezirkes hat. Insider n hat er einmal anvertraut, dass er pro Jahr weit mehr als 300 Termine wahrnimmt zum Wohle der Allgemeinheit. Sein Stadtbezirk, wie er gern spricht, liegt ihm dabei sehr am Herzen. Sein eigenes dagegen hat ihm in jüngster Zeit immer wieder Probleme bereitet, kürzlich bekam es eine neue Herzklappe verordnet – mit an schließender Reha. Siegfried Kienitz nimmt es, wie es kommt, und wird damit fertig.

Dass es bei einem solchen Engagement für die Mitmenschen einer Person im Hintergrund bedarf, ist klar: Seine Tina, die unermüdlich ihr en Siegfried unterstützt und viele Dinge gerade im Umgang mit den Bürger n auf dem kleinen Dienstweg erledigt, bedarf der besonderen Anerkennung. Die Redaktion des Queller Blattes wünscht Siegfried Kienitz noch viele gute Jahr e mit seiner Tina mit weniger ehrenamtlichen Terminen.

Auszug aus dem Queller Blatt Karl-Heinz Stoßberg